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Grundlagen

Was kostet eine unabhängige Finanzberatung wirklich?

03. Juli 2026 · 3 Min. Lesezeit

„Was kostet mich das eigentlich?” ist eine der ersten Fragen, die sich bei einer Finanzberatung stellt – und eine berechtigte. Die Antwort hängt davon ab, wie ein Berater vergütet wird. Bei unabhängigen Makler:innen gibt es dafür grundsätzlich drei Modelle, die auch kombiniert vorkommen.

Courtage: Vergütung durch die Gesellschaft

Bei courtagebasierter Vergütung zahlt nicht Sie direkt, sondern die Versicherungsgesellschaft oder Fondsgesellschaft eine Provision an den Makler – finanziert aus dem Beitrag bzw. den Produktkosten. Der Vorteil: Das Erstgespräch und die laufende Betreuung sind für Sie in der Regel kostenfrei. Wichtig ist, dass die Kostenstruktur transparent offengelegt wird.

Kritisch wird dieses Modell erst, wenn die Provisionshöhe die Produktauswahl beeinflusst – etwa wenn ein Produkt empfohlen wird, weil es besser vergütet ist, nicht weil es besser passt. Deshalb gehört für mich zur courtagebasierten Beratung dazu, dass ich Ihnen offenlege, welche Alternativen ich verglichen habe und warum die Empfehlung darauf fällt.

Serviceentgelt und Finanzplanungshonorar

Bei komplexeren Themen – etwa einer umfassenden Finanzplanung, Cashflow-Analyse oder Steueroptimierung – wird häufig ein separates Honorar oder ein Serviceentgelt vereinbart. Das hat den Vorteil, dass die Empfehlung unabhängig davon ist, ob und welches Produkt am Ende abgeschlossen wird.

Diese Form der Vergütung eignet sich besonders für Leistungen, die sich nicht direkt in ein Produkt übersetzen lassen – etwa die Analyse Ihrer laufenden Ausgaben oder eine Ruhestandsplanung über mehrere Jahrzehnte. Hier zahlt sich aus, dass die Empfehlung nicht davon abhängt, ob am Ende überhaupt ein Vertrag zustande kommt.

Warum die Kombination oft am transparentesten ist

In der Praxis ergibt häufig eine Kombination Sinn: Produktvermittlung wird über Courtage abgebildet, während strategische Planungsleistung gesondert vergütet wird. Entscheidend ist nicht das Modell an sich, sondern ob Sie vorab genau wissen, wofür Sie was bezahlen – und dass die Empfehlung nachvollziehbar unabhängig vom Verkauf eines bestimmten Produkts erfolgt.

Was Sie vor einem Erstgespräch wissen sollten

Ein seriöses Erstgespräch ist in der Regel kostenlos und dient dazu, Ihre Situation und Ziele kennenzulernen. Erst danach sollte klar besprochen werden, welches Vergütungsmodell für die weitere Zusammenarbeit infrage kommt – idealerweise schriftlich festgehalten, bevor irgendetwas umgesetzt wird.

Eine einfache Faustregel hilft in der Praxis: Wenn Ihnen ein Vergütungsmodell nicht in ein bis zwei Sätzen erklärt werden kann, ist es entweder zu kompliziert oder es wird bewusst verschleiert. Fragen Sie im Zweifel konkret nach, was Sie am Ende eines Beratungsprozesses tatsächlich bezahlen – unabhängig davon, ob es über Courtage, Serviceentgelt oder Honorar läuft.

Mehr zu meinem eigenen Vorgehen finden Sie auf der Über-mich-Seite sowie in den häufigen Fragen auf der Startseite.

Allgemeine Einordnung, keine individuelle Beratung.

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Häufig gestellte Fragen

Ist eine Honorarberatung immer die fairste Lösung?

Nicht zwangsläufig. Ein reines Honorarmodell schließt Provisionen aus, kann aber gerade bei kleineren Anliegen teurer wirken als eine courtagebasierte Beratung. Wichtig ist Transparenz über das gewählte Modell, nicht das Modell an sich.

Muss ich das Vergütungsmodell vor dem Erstgespräch kennen?

Das Erstgespräch selbst ist bei einem seriösen Makler in der Regel kostenlos und dient dem Kennenlernen. Vor jeder konkreten Empfehlung oder Umsetzung sollte das Vergütungsmodell aber klar besprochen sein.

Kann ich Courtage und Honorar für dieselbe Beratung mischen?

Ja, das ist in der Praxis üblich: Produktvermittlung läuft über Courtage, während separate Planungsleistungen wie eine Cashflow-Analyse honorarbasiert abgerechnet werden. Entscheidend ist, dass beide Anteile klar getrennt und nachvollziehbar sind.

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